CARL AUGUST LINER, in St. Gallen geboren und aufgewachsen, lernte als Student an der Akademie der Bildenden Künste in München die Freilichtmalerei kennen. Der deutsche Realismus und die von Frankreich herkommende Pleinairmalerei bilden die Ausgangspunkte für sein Werk, das er zu undogmatischer Vielfalt entwickelte.
In jungen Jahren bereiste der Künstler Italien, ein erstmals verliehenes Stipendium zu Studienzwecken aus dem eidgenössischen Kunstkredit ermöglichte ihm 1899 einen Aufenthalt in Paris, und bis 1907 hielt er sich regelmässig über die Wintermonate in München auf. 1913 gründete er die St. Galler Sektion der Gesellschaft Schweizerischer Maler, Bildhauer und Architekten. Als künstlerischer Berater des Stickereifabrikanten Eduard Sturzenegger besuchte er in den 20er Jahren wiederholt München, Berlin und Paris, und noch mit 63 Jahren unternahm er auf Einladung der Unternehmer Alfred Reinhart und Ernst Schmidheiny eine Reise nach Ägypten. Die Wahlheimat von Carl August Liner war jedoch das Appenzellerland, dessen Landschaft und Bewohner er in zahlreichen Gemälden und Zeichnungen festhielt.






